DBMA?

Was sind Dog Brothers? Was ist DBMA?

Von unserem Logo mal abgesehen, haben wir mit Hunden sehr wenig zu tun. Dog Brothers üben sich in möglichst realitätsnahem bewaffneten Nahkampf – bevorzugt Stockkampf. Es gibt zahlreiche Kampfkünste und Kampfsportarten, die behaupten, ihre Systeme funktionieren. Wir behaupten das auch und versuchen, es ehrlich zu testen.

DBMA wurde von Guro Marc “Crafty Dog” Denny 1995 gegründet. Es ist ein System vieler Stile, bestehend aus zahlreichen Erfahrungen aus den Kämpfen der Dogbrothers und verschiedenster Kampfkünste. Was genau die Traingsinhalte des DMBA sind, erfahrt ihr hier.

Geschichte der Dog Brothers

Die „Ronin-Jahre“

Eric Knaus (später Dop Dog) entdeckte Stockkampf unter seinen Lehrern Leo Gaje und Tom Bisio. Durch diese beiden Trainer, seine Physis und ein natürliches Talent zum Kämpfen wurde er in kurzer Zeit zu einem gefürchteten Kämpfer und gewann zahlreiche Turniere an der Westküste und auch einen gewissen Ruf …

Auf der Suche nach mehr als nur Turnieren begab Eric sich auf die Suche nach Gleichgesinnten und streifte wie ein Ronin durch diverse Kampfkunstschulen in Kalifornien, auf der Suche nach geeigneten Kampfpartnern. Dies tat er zwar auf bescheidene und freundliche Art und Weise, stieß aber trotzdem oftmals auf Unverständnis. Eric wollte nämlich mit minimalster Schutzausrüstung das Sparring bestreiten. Die meisten Menschen mit gesundem Selbsterhaltungstrieb wollten (und wollen) das nicht, was die Menge der Gleichgesinnten arg eingeschränkt hat.

Zu dieser Zeit trainierte Marc Denny an der Kali in der Inosanto Academy und bemerkte an einigen seiner Trainingskollegen erschreckende Hämatome. Auf Nachfragen erzählten sie ihm von den Stockkämpfen. Selbstverständlich war Marc beim nächsten Mal dabei. Es entwickelte sich eine kleine Trainingsgruppe. Einen Glücksgriff stellten ein paar alte, staubige Fechtmasken in einem vergessenen Regal dar. Bei Turnieren der philippinischen Kampfkünste ist massive Schutzkleidung die Regel. Fechtmasken hingegen halten nur den gröbsten Schaden ab, geben aber trotzdem realistisches „Feedback“. Anders ausgedrückt, es schallert ganz schön, wenn man nicht aufpasst. Außerdem wird auf dem Clinch abgebrochen, was als unrealistisch verworfen wurde – die Geburt des Stickgrappling.

Die Geburt der Dog Brothers

Die kleine Gruppe von Psychos mit Stöcken wuchs stetig. Im Jahr 1988 wurden die „Dog Brothers“ während des „the Rumble at Ramblas“ (3 Tage dauerndes Kampffestival) offiziell gegründet. Der Name lässt sich auf einen „Conan der Barbar“ – Comic zurückführen. Indem hatte Marc gerade geschmökert, als er über einen passenden Namen für die Gruppe nachgedacht hatte. Hängegeblieben war er an der Stelle, an der Conan seinen Mitstreitern zuruft „Kämpft, kämpft meine Hundebrüder!“ Der Grund für die Spitznamen (Crafty Dog, Top Dog oder Salty Dog) ist schnell erklärt. Es gab einfach zu viele Leute in der Gruppe, die Marc/Mark hießen.

Im Winter 1992-93 wurde die Videoserie „Real Contact Stick Fighting“ aufgenommen und 1994 veröffentlicht – bis heute wichtiges und gutes Material. Dadurch hatte man schnell Interesse bei Kämpfern aus anderen Stilen geweckt. Es kamen immer neue Leute, das System entwickelte sich weiter.

Gathering of the Pack

Um all diese Kämpfer regelmäßig zusammenzubringen, entstand das “Gathering of the Pack“. Man trifft sich, man ist sich sympathisch, man kämpft miteinander. Es gibt keine Regeln, keine Punkte, keine Schiedsrichter, keine Trophäen; nur den Kampf und die persönliche Weiterentwicklung, die daraus resultiert. Auch Menschen, die nicht DBMA, sondern andere Stile trainieren, dürfen gern teilnehmen. Gatherings finden mittlerweile in Amerika, Kanada und Europa statt.

Codex

Der Grund, sich den Gefahren des „Real Contact Stick Fighting“ (Vollkontaktstockkampf) auszusetzen, entspringt dem Wunsch, sich als Kämpfer und Mensch weiterzuentwickeln. Es ist gefährlich und intensiv. Deshalb ist es unabdingbar, während eines Kampfes innerlich zentriert zu sein. Je tiefer man im Kampf seine Mitte findet, desto größer ist die Transformation, desto tiefgreifender das Verständnis. Zusammengefasst ergibt sich daraus unser Credo: „Höheres Bewusstsein durch härteren Kontakt“.

Wir Dog Brothers haben beim Stockkampf den Codex, dass wir am Ende eines Kampfes immer noch Freunde sein wollen, dass niemand die Nacht im Krankenhaus verbringen muss und dass jeder mit demselben IQ heimgehen kann, mit dem er gekommen ist. Dies bedeutet, dass wir niemals zuschlagen, wenn sich der Gegner in einer aussichtslosen Situation befindet und sich nicht mehr verteidigen kann. Auch passen wir uns dem Level des Gegners an. Es ist absolut nicht in unserem Sinne, den Kampfgeist von jemandem zu brechen. Es ist aber auch ein Zeichen von Respekt gegenüber dem Gegner, wenn wir versuchen, ihn hart zu schlagen, denn somit glauben wir an seine Fähigkeiten als Stockkämpfer. Wenn wir ihn nicht hart genug prüfen, wird er nie wissen, ob seine Technik auch wirklich funktioniert oder nicht. Wenn wir ihn aber zu hart prüfen, brechen wir seinen Kampfgeist und er wird nie mehr ein guter Kämpfer. Das Ziel eines „Rudels“ muss es sein, seine Mitglieder sorgsam aufzubauen und es dadurch zu stärken.

Diese Videos zeigen auch noch mal sehr gut, wie die ganze Sache aussieht.

Falls ihr Interesse habt, könnt ihr gern unangemeldet auf ein Probetraining vorbei kommen. Oder falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr uns auch gern schreiben.

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